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Samstag, 17. Januar 2009

Wie viele Knochen hat der Mensch?

Haben Sie sich schon diese Frage gestellt? Und, wie lautet Ihre Antwort?

Ein menschliches Skelett besteht aus 208 Knochen! Sie fragen sich, wo sich die einzelnen Knochen befinden? Mehr als die Hälfte ist allein in den Beinen und Füssen und in den Armen und Händen zu finden.

- 60 in den oberen Extremitäten (Arme und Hände)
- 60 in den unteren Extremitäten (Beine und Füsse)
- 26 in der Wirbelsäule
- 22 im Schädel
- 6 in den Ohren
- 4 im Schultergürtel (Schlüsselbein und Schulterblätter)
- 27 im Brustkorbbereich (24 Rippen und 3 Knochen im Sternum)
- 2 im Beckengürtel
- 1 in der Kehle

Ein gesunder Oberschenkelknochen ist stärker als Stahlbeton. Wenn Sie schnell gehen, hält er einem Gewicht von ca. 80 bis 90 Kilogramm stand. Und das pro Quadratzentimeter!

Sonntag, 9. November 2008

Wieviel Muskeln brauchen Sie für ein Lächeln?

Sie kennen sicher den Spruch: «Für ein Lächeln braucht es 12 Muskeln, für ein ernstes Gesicht 64, also kann ich mir die Mühe des Runzels ersparen.»

Diesen Spruch findet man in vielen Variationen, in Lebensratgeber, in Internet, in Zeitschriften. Die Zahl der Muskeln variiert dabei sehr stark. Eine häufige Kombination ist 17 Muskeln für das Lächeln und 43 für das ernste Gesicht.

Streng genommen bekommen Sie ein einfaches Lächeln schon mit einem Muskeln hin, den zygomaticus major. Für ein wirklich freudiges Lächeln müssen Sie sich schon mehr anstrengen und zusätzlich den orbicularis oculi einsetzen.

Ein ernstes Gesicht wird auf der Stirn mit einem Muskel erzeugt, dem corrugator, bei den Lippen mit dem triangularis.

Die Mimikmuskeln kommen paarweise vor. Sie brauchen also fürs ernste wie fürs erfreute Gesicht jeweils zwei bis vier Muskeln. Selbstverständlich sind meistens noch mehr Muskeln am Gesichtsausdruck beteiligt, aber die oben genannte Zahlen entspringen der reinen Phantasie.

So oder so, ein freudiges Gesicht sieht netter aus ein grimmiges. Und Lachfalten haben mehr Charme als Zornfalten, finden Sie nicht auch?

Sonntag, 6. April 2008

Die Organlandkarte auf der Haut

Haut und innere Organe können sich gegenseitig beeinflussen. So führen beispielsweise Erkrankungen innerer Organe zu Schmerzen in bestimmten Hautgebieten. Typisch sind z.B. die Schmerzen des Herzinfarkt-Patienten im linken Oberarmbereich.

Warum ist das so? Die afferenten (zuführenden) Nervenbahnen aus den Hautgebieten und den inneren Organen, die von dem gleichen Segment des Rückenmarks versorgt werden, laufen zusammen in denselben Neuronen im Tractus spinothalamicus. Aus diesem Grund kann das Gehirn den Schmerz nicht genau lokalisieren.

Dieses Phänomen wird „übertragener Schmerz“ genannt. Die den inneren Organen zugeordneten Hautgebiete heissen Head-Zonen (Sir Henry Head, 1861-1940, englischer Neurologe). Bei Erkrankungen innerer Organe kann es zudem über vegetative Reflexbögen zu Hautrötungen kommen (viszero-kutaner-Reflex, Eingeweide-Haut-Reflex).

Die Verbindung zwischen inneren Organen und Haut kann nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch ausgenutzt werden. Bindegewebe-Massage und Segment-Massage sind zwei bekannte Beispiele.

Auch die Volksmedizin nutzt intuitiv diese Zusammenhänge. Ein altes Hausmittel bei Erkältungen sind z.B. warme Brustwickel. Sie wirken nicht nur durch die Inhalation der dabei entstehenden Dämpfe, sondern führen über vegetative Reflexbögen (kuti-visceraler-Reflex, Haut-Eingeweide-Reflex) auch zu einer verbesserten Durchblutung der Bronchien.

Montag, 18. Februar 2008

Haut und Tastsinn

Die Haut des Menschen wiegt ca. 3 1⁄2 kg und hat eine Oberfläche von etwa 1 1⁄2 m2. Das unter der Haut gelegene Fettgewebe ist unterschiedlich dick (bis zu 10 cm) und wiegt zwischen 10 und 20 kg.

Die Haut ist nicht nur eine vor physikalischen und chemischen Einflüssen sowie vor Strahlen und Austrocknung schützende Oberflächenbedeckung, sondern auch das grösste Sinnesorgan des Menschen, indem sie die Rezeptoren des Tastsinnes beinhält. In 1 cm2 Haut befinden sich 6 Millionen Deckzellen, 4 Meter Nervenkabel, 150 Schmerzpunkte und 500 Sinneszellen.

Allerdings gibt es noch empfindlichere Regionen. Die Lippen sind neben der Zunge der empfindlichste Körperteil. Gegenüber der Haut sind die Lippen 10 mal empfindlicher.

Ausserdem finden sich in 1 cm2 Haut durchschnittlich 15 Talg- und 120 Schweissdrüsen (am Rücken 55/cm2, an der Handfläche 400/m2) . Letztere produzieren unter normalen Bedingungen bis zu einem 3⁄4 Liter Schweiss pro Tag. In den Tropen steigt die Schweissproduktion auf bis 4 Liter pro Tag; unter schwersten Arbeitsbedingungen und extremer Hitzebelastung werden bis zu 18 Liter Schweiss täglich ausgeschieden. Diese Flüssigkeitsmengen müssen dann natürlich durch Trinken ergänzt werden.

Auf der Hautoberfläche eines Menschen leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erdoberfläche. Ein cm2 Haut ist von etwa 8 Millionen Mikroorganismen übersät.

Die Haut wird auch laufend erneuert. Der Mensch verliert alle vier Wochen eine vollständige Hautschichte. Auch die Hautanhangsgebilde werden immer erneuert.

Der Mensch verliert täglich 30 - 60 Haare. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 100.000 (bei schwarzem Haar) und 150.000 Kopfhaaren (bei blondem Haar) macht sich das aber nicht bemerkbar. Ausserdem wachsen die Haare pro Tag um etwa 1/3 Millimeter, im ganzen Leben also ca. 10 Meter. Am Körper finden sich noch weitere 25.000 Haare, sowie 600 Augenbrauen und 400 Wimpern.

Beim Linkshänder wachsen die Nägel an der linken Hand schneller, beim Rechtshänder die an der rechten Hand. Der Daumennagel wächst am langsamsten, der des Mittelfingers am schnellsten.