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Dienstag, 16. Juni 2009

Haut und Nikotin

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Haut von Rauchern (und von Raucherinnen ☺) verdickt, grau und fahl ist? Haben Sie sich auch gefragt, warum das so ist?

Nikotin verursacht unter anderem Ablagerungen in den Blutgefässen, besonders in den Kapillaren. Und was bedeutet das? Genau, die Durchblutung ist beeinträchtigt, die Versorgung der Haut mit Nährstoff und mit Sauerstoff ist nicht mehr optimal gewährleistet. Kurz: Der Stoffwechsel der Haut ist gestört.

Und noch etwas kommt dazu: Nikotin ist Gift für das Vitamin C. Dieses Vitamin wird für den Aufbau von Kollagen gebraucht. Die Kollagenfasern sind für die Struktur, für die Festigkeit des Bindegewebes zuständig. Zu wenig Kollagen bedeutet also eine schlaffe Haut ohne Spannkraft.

Wenn wir noch bedenken, dass die Feuchtigkeit in der Raucherhaut oft zu gering ist, ist das Bild perfekt:

- Die Zellteilung in den tieferen Hautschichten wird zu wenig angeregt.
- Die natürliche Abschuppung der abgestorbenen Zellen in der Hornschicht findet nur noch langsam statt.
- Die Haut verliert Ihre Spannkraft, wird teigig.
- Der Teint sieht grau-gelblich aus.
- Mit der Zeit bilden sich Ödeme, vor allem unter den Augen.

Ein kleiner Trost für alle Raucher und Raucherinnen: Trinker und Trinkerinnen haben es auch nicht leicht ;-)

Dienstag, 2. Juni 2009

Faktoren, die Cellulite fördern

Laut Statistik sind 80 bis 90 % der Frauen mehr oder weniger von Cellulite betroffen. Ob Sie zu den 10% Glücklichen gehören, die keine Cellulite haben, oder zu der grossen Mehrheit mit Dellen, ist Schicksal. Haben Sie eine Neigung zu Cellulite, beachten Sie die Faktoren, welche die Cellulite begünstigen.

- Es gilt als gesichert, dass hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft, Menopause) die Cellulite beeinflussen. Das gilt auch für Hormone die von aussen zugeführt werden, wie die Anti-Baby Pille.

- Bewegungsmangel führt zu einer schlechten Durchblutung des Gewebes. Es steht zu wenig Sauerstoff für die Fettverbrennung zur Verfügung. Zudem gibt Bewegungsmangel schlaffe Muskeln, was nicht wirklich attraktiv aussieht.

- Eine mangelnde Blutversorgung (Krampfadern, Rauchen, Alkohol) führt zu Wasseransammlungen in den Zellzwischenraümen. Dadurch wird der Stoffwechsel beeinträchtigt, was die Neigung zur Cellulite noch verstärkt.

Die modernen Ernährungsgewohnheiten sind noch zu erwähnen: Fast Food, süsse Getränke, Energydrinks (PH-Wert 2,5 bis 3!) um nur einige zu nennen, bringen die Cellulite zum Erblühen :-)

Dienstag, 31. März 2009

Was ist der Unterschied zwischen Akne vulgaris und Akne rosacea?

Akne vulgaris ist die stärker verbreitete Akneform. Sie wird ausgelöst durch Verstopfung und Entzündung der Talgdrüsen und Haarfollikel.

Von Akne rosacea sind eher ältere Personen betroffen. Sie wird ausgelöst durch entzündete und geschwollene Blutgefässe im Gesicht. Es kann zu einer dauernden Rötung der Haut und einer geschwollenen Nase kommen.

Akne vulgaris und Akne rosacea sind behandelbar. Lassen Sie sich von einer erfahrenen Kosmetikerin beraten.

Warum kann es bei Erwachsenen zu Akne kommen?

Stress und hormonelle Veränderungen sind die Hauptgründe für ein erneutes Auftreten von Akne nach der Pubertät. Neuere Studien zeigen, dass bei 40 bis 50% der Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren eine anhaltend leichte Akne diagnostiziert wird.

Zusammen mit einer Umstellung der Lebensgewohnheiten, einschliesslich Stressverninderung und Diät, kann eine ganze Reihe von Hautpflege-Produkten das Akne-Problem eindämmen. Sie wirken heilend und reinigend und helfen, die Fettproduktion zu kontrollieren und einen Akneausbruch zu verhindern.

Montag, 30. März 2009

Was ist Akne, und wie merke ich, dass ich Akne habe?

Akne ist ein wiederkehrender, entzündlicher Hautbefall. Die klassische Akneerkrankung weist Mitesser, Pusteln, Pickel und Zysten auf. Wenn Sie immer unter Aknebefall leiden, sollten Sie bei einer Kosmetikerin Hilfe suchen. Je nach Schwere des Falls wird man Sie unter Umständen an einen Dermatologen verweisen.

Allerdings sind die Hautpflege-Produkte gegen Akne in den letzten Jahren immer effizienter geworden. Durch regelmässige und strikte Pflege können Betroffene die Akne oft auch selber erfolgreich behandeln.

Was kann ich selber zu Hause gegen Akne tun?

Eine sorgfältige Hautpflege und Hygiene sind das A und O im Kampf gegen eine überschüssige Fettproduktion und gegen Bakterien, welche die Aknebildung stimulieren.

Ideal für eine Akne anfällige Haut sind Pflegeprodukte, die nicht fettend und absolut wasserlöslich sind. Reinigen Sie Ihre Haut regelmässig mit lauwarmem (nicht heissem) Wasser und einem milden hautreinigenden Mittel. Tragen Sie anschliessend eine ölfreie feuchtigkeitsspendende Creme auf, denn fettige Haut trocknet oftmals aus. Machen Sie einmal pro Woche ein mildes Peeling und tragen Sie eine tief reinigende Maske auf. Das unterstützt den natürlichen Erneuerungsprozess der Haut und dämmt den Akne-Befall ein.

Seien Sie beim Einkaufen von Kosmetika sehr wählerisch. Viele Hautpflege-Produkte enthalten Lanolin, künstliche Duft- und Farbstoffe, Alkohol und Mineralöle. Sie können die Poren verstopfen und die Haut zusätzlich reizen. Lassen Sie sich von einer erfahrenen Kosmetikerin beraten.

Auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten kann das Hautbild verbessern. Vermeiden Sie Stress, trinken Sie viel Wasser, schränken Sie den Kaffee- und Zigarettenkonsum ein. Falls Sie empfindlich auf Jod reagieren, sollten Sie Speisen mit einem hohen Jodgehalt meiden, wie zum Beispiel Meeresfrüchte. Sie können zu Entzündungen und Akneausbrüchen führen.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Milien oder Griesskörner entfernen

Milien (auch Hautgries oder Griesskörner genannt) treten vor allem im Gesicht auf . Sie sind besonders bei trockener Haut zu beobachten. Die Ursache für ihre Entstehung ist bislang unbekannt.

Die kleinen gelblich-weissen, kugeligen Milien liegen sehr tief und haben keine offene Verbindung zur Hautoberfläche. Daher kann man sie nicht ausdrücken. Die Kosmetikerin wird zunächst die Haut mit einem sterilen Millienmesser einritzen, und dann der weisse, harte Zysteninhalt herausdrücken.

Eine Laserbehandlung ist möglich, hat aber keine Vorteile und verursacht nur unnötige Kosten.

Sonntag, 6. April 2008

Die Organlandkarte auf der Haut

Haut und innere Organe können sich gegenseitig beeinflussen. So führen beispielsweise Erkrankungen innerer Organe zu Schmerzen in bestimmten Hautgebieten. Typisch sind z.B. die Schmerzen des Herzinfarkt-Patienten im linken Oberarmbereich.

Warum ist das so? Die afferenten (zuführenden) Nervenbahnen aus den Hautgebieten und den inneren Organen, die von dem gleichen Segment des Rückenmarks versorgt werden, laufen zusammen in denselben Neuronen im Tractus spinothalamicus. Aus diesem Grund kann das Gehirn den Schmerz nicht genau lokalisieren.

Dieses Phänomen wird „übertragener Schmerz“ genannt. Die den inneren Organen zugeordneten Hautgebiete heissen Head-Zonen (Sir Henry Head, 1861-1940, englischer Neurologe). Bei Erkrankungen innerer Organe kann es zudem über vegetative Reflexbögen zu Hautrötungen kommen (viszero-kutaner-Reflex, Eingeweide-Haut-Reflex).

Die Verbindung zwischen inneren Organen und Haut kann nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch ausgenutzt werden. Bindegewebe-Massage und Segment-Massage sind zwei bekannte Beispiele.

Auch die Volksmedizin nutzt intuitiv diese Zusammenhänge. Ein altes Hausmittel bei Erkältungen sind z.B. warme Brustwickel. Sie wirken nicht nur durch die Inhalation der dabei entstehenden Dämpfe, sondern führen über vegetative Reflexbögen (kuti-visceraler-Reflex, Haut-Eingeweide-Reflex) auch zu einer verbesserten Durchblutung der Bronchien.

Montag, 18. Februar 2008

Haut und Tastsinn

Die Haut des Menschen wiegt ca. 3 1⁄2 kg und hat eine Oberfläche von etwa 1 1⁄2 m2. Das unter der Haut gelegene Fettgewebe ist unterschiedlich dick (bis zu 10 cm) und wiegt zwischen 10 und 20 kg.

Die Haut ist nicht nur eine vor physikalischen und chemischen Einflüssen sowie vor Strahlen und Austrocknung schützende Oberflächenbedeckung, sondern auch das grösste Sinnesorgan des Menschen, indem sie die Rezeptoren des Tastsinnes beinhält. In 1 cm2 Haut befinden sich 6 Millionen Deckzellen, 4 Meter Nervenkabel, 150 Schmerzpunkte und 500 Sinneszellen.

Allerdings gibt es noch empfindlichere Regionen. Die Lippen sind neben der Zunge der empfindlichste Körperteil. Gegenüber der Haut sind die Lippen 10 mal empfindlicher.

Ausserdem finden sich in 1 cm2 Haut durchschnittlich 15 Talg- und 120 Schweissdrüsen (am Rücken 55/cm2, an der Handfläche 400/m2) . Letztere produzieren unter normalen Bedingungen bis zu einem 3⁄4 Liter Schweiss pro Tag. In den Tropen steigt die Schweissproduktion auf bis 4 Liter pro Tag; unter schwersten Arbeitsbedingungen und extremer Hitzebelastung werden bis zu 18 Liter Schweiss täglich ausgeschieden. Diese Flüssigkeitsmengen müssen dann natürlich durch Trinken ergänzt werden.

Auf der Hautoberfläche eines Menschen leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erdoberfläche. Ein cm2 Haut ist von etwa 8 Millionen Mikroorganismen übersät.

Die Haut wird auch laufend erneuert. Der Mensch verliert alle vier Wochen eine vollständige Hautschichte. Auch die Hautanhangsgebilde werden immer erneuert.

Der Mensch verliert täglich 30 - 60 Haare. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 100.000 (bei schwarzem Haar) und 150.000 Kopfhaaren (bei blondem Haar) macht sich das aber nicht bemerkbar. Ausserdem wachsen die Haare pro Tag um etwa 1/3 Millimeter, im ganzen Leben also ca. 10 Meter. Am Körper finden sich noch weitere 25.000 Haare, sowie 600 Augenbrauen und 400 Wimpern.

Beim Linkshänder wachsen die Nägel an der linken Hand schneller, beim Rechtshänder die an der rechten Hand. Der Daumennagel wächst am langsamsten, der des Mittelfingers am schnellsten.